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Stephan Ladislaus Endlicher

Hauptwerke "Genera Plantarum" und "Flora Brasiliensis"
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Marie Troll geb. Krafft, Stephan Ladislaus Endlicher, Lithographie, Wien vor 1840; Foto: NHM Wien
Marie Troll geb. Krafft, Stephan Ladislaus Endlicher, Lithographie, Wien vor 1840; Foto: NHM Wien
Brief von Alexander von Humboldt an Stephan Ladislaus Endlicher 16.02.1837, Tusche; Foto: NHM Wien
Brief von Alexander von Humboldt an Stephan Ladislaus Endlicher 16.02.1837, Tusche; Foto: NHM Wien
Gedicht von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben für Stephan Ladislaus Endlicher "Zum Geburtstagsfeste des Prinzen Wen-Wang“; Foto: NHM Wien
Gedicht von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben für Stephan Ladislaus Endlicher "Zum Geburtstagsfeste des Prinzen Wen-Wang“; Foto: NHM Wien

Stephan Ladislaus Endlicher wurde am 14. Juni 1804 in Bratislava als Sohn des Stadtphysicus Ignaz Endlicher und dessen Frau Juliana geb. Janisch geboren. Bereits im Alter von 19 Jahren wurde der in Preßburg (Bratislava) geborene Endlicher zum Doktor der Philosophie promoviert. Danach wandte er sich dem Studium der Theologie zu, musste jedoch aus familiären Gründen dem geistlichen Stand entsagen.

Am Anfang seiner wissenschaftlichen Laufbahn standen vor allem historische und literarhistorische Studien. 1828 wurde er als Scriptor an der k.k. Hofbibliothek in Wien angestellt. Nebenbei widmete er sich botanischen, numismatischen, germanistischen und sinologischen Studien und brachte auf jedem dieser Gebiete grundlegende Werke hervor. 1836 erhielt er eine Stellung am k.k. Naturaliencabinet als Custos für Botanik. 1840 wurde er zum Professor der Botanik an der Universität Wien und Direktor des Botanischen Gartens ernannt. Es gelang ihm 1844 die Pflanzensammlungen des Naturaliencabinets in das von ihm gegründete Botanische Museum der Universität zu übertragen.

Seinen Ruhm als Botaniker begründeten vor allem sein eigenes in seinem Hauptwerk »Genera Plantarum« entwickeltes System, die bis heute grundlegende Arbeit über das System der Coniferen und die gemeinsam mit C.F.P. v. Martius initiierte »Flora Brasiliensis«.

Endlicher spielte eine bedeutende Rolle bei der Gründung der Akademie der Wissenschaften in Wien 1847 und als Vermittler zwischen Hof und Studenten bei der der Revolution von 1848.

Endlicher starb am 28. März 1849 im Alter von nur 44 Jahren.

Das Portrait Endlichers wurde von Marie Troll die der Maler Familie Krafft entstammte, angefertigt.

Datierung

um 1840

Fundort

Wien > Österreich

Abteilung / Sammlung

Archiv für Wissenschaftsgeschichte > Portrait- und Bildersammlung

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Künstler: Marie Troll geb. Krafft

Lithograph: Nicolaus Zehner

Herstellungsort: Wien

Technik: Lithographie

Maße (B x H): Blatt 62,8 x 78,4 cm (Blatt); (Platte)

Datierung: um 1840

Zitate

Christa Riedl-Dorn. Ein uomo universale des 19. Jahrhunderts und sein wissenschaftliches Netzwerk Stephan Ladislaus Endlicher und seine Korrespondenz mit Wissenschaftlern seiner Zeit, Göttingen 2019

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