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Genetische Vielfalt der Wildbienen

DNA-Barcoding - genetische Signatur für Arten
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Verschiedene Wildbienen-Arten in der Sammlung des Naturhistorischen Museums.
Verschiedene Wildbienen-Arten in der Sammlung des Naturhistorischen Museums.
Typusexemplar von Andrena rogenhoferi, das auf dem Schneeberg in Niederösterreich gesammelt wurde.; Foto: NHM Wien
Typusexemplar von Andrena rogenhoferi, das auf dem Schneeberg in Niederösterreich gesammelt wurde.; Foto: NHM Wien
Nach fast 150 Jahren konnte 2016 das winzige Steppenbienchen erstmals wieder für Wien nachgewiesen werden.
Nach fast 150 Jahren konnte 2016 das winzige Steppenbienchen erstmals wieder für Wien nachgewiesen werden.
Exemplar der Holzbiene Xylocopa vaga; Foto: D. Zimmermann, NHM Wien
Exemplar der Holzbiene Xylocopa vaga; Foto: D. Zimmermann, NHM Wien
Beobachtung von Andrena rogenhoferi am 10.06.2017 auf über 2500m. Der Schnee in dieser Höhenlage ist zu diesem Zeitpunkt erst teilweise geschmolzen, am Fundpunkt blühten vor allem Enzian und Dryas. (Riedingtal, Salzburg, Österreich); Foto: C. Steinwender
Beobachtung von Andrena rogenhoferi am 10.06.2017 auf über 2500m. Der Schnee in dieser Höhenlage ist zu diesem Zeitpunkt erst teilweise geschmolzen, am Fundpunkt blühten vor allem Enzian und Dryas. (Riedingtal, Salzburg, Österreich); Foto: C. Steinwender

DNA-Barcoding ist eine innovative Methode, bei der ein bestimmter Abschnitt der DNA als genetische Signatur für Arten herangezogen wird. Diese DNA-Barcodes (d.h., die DNA-Sequenzen, welche die genaue Abfolge der Bausteine im DNA-Molekül wiedergeben) werden in einer Referenzdatenbank gespeichert und ermöglichen die eindeutige Bestimmung von Arten. Diese Daten werden zukünftig für eine Fülle von Anwendungen herangezogen werden und insbesondere für den Naturschutz von Bedeutung sein. Das Ausmaß der genetischen Diversität lässt auch Rückschlüsse über die Anpassungsfähigkeit von Arten und deren Gefährdung zu.

Im aktuellen Projekt werden 75 ausgewählte Wildbienenarten Österreichs mittels DNA-Barcoding erfasst. Zu den vielgestaltigen Verwandten der Honigbiene zählen die winzigen Exemplare der nur drei Millimeter großen Steppenbiene ebenso wie die pelzig behaarten Hummeln oder die drei Zentimeter großen, blau-schwarz schillernden Holzbienen. Der Fokus des Projekts liegt auf Arten, die entweder wegen ihres engen Nahrungsspektrums oder wegen ihrer eingeschränkten Verbreitung in Österreich besonders interessant sind. Innerhalb der Wildbienen sind manche Arten auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Gleichzeitig hängt bei hohem Spezialisationsgrad die Bestäubung der Pflanze oftmals auch von einer spezifischen Bienenart ab. Diese Wildbienen-Arten sind besonders schützenswert. Die Erfassung der genetischen Vielfalt der heimischen Wildbienenfauna soll eine wissenschaftliche Grundlage für künftige Schutzmaßnahmen liefern. Es ist auch ein substantieller Beitrag zur Initiative "Austrian Barcode of Life" (ABOL), die das Ziel verfolgt, die DANN-Barcodes aller österreichischen Faunen- und Florenelemente in einer Datenbank zu sammeln und öffentlichen zugänglich zu machen. Das Projekt wird von der Initiative "Mutter Erde" unterstützt, einer Kooperation des ORF und der führenden Umwelt- und Naturschutzorganisationen Österreichs, in deren Fokus schon im Jahr 2015 die Verbesserung der Lebensbedingungen für Honig- und Wildbienen stand.

Datierung

2017

Fundort

Naturhistorisches Museum > Wien > Österreich

Kurator

Dominique Zimmermann

2. Zoologie (Insekten)

Abteilung / Sammlung

2. Zoologie (Insekten) > Hymenoptera

Website Abteilung

NHM - 2. Zoologie (Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Hymenoptera

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