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Die Natur macht den Insekten Beine

Anpassung ist vielfältig
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Abb. 1: Maulwurfsgrille (Gryllotalpa), schaufelförmiges Grabbein; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 1: Maulwurfsgrille (Gryllotalpa), schaufelförmiges Grabbein; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 2: Pillendreher (Scarabaeus), Südafrika, Vorderbein; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 2: Pillendreher (Scarabaeus), Südafrika, Vorderbein; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 3: Ägyptische Wanderheuschrecke (Anacridium aegyptium), bedornte Schiene und Tarsenglieder des Sprungbeines; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 3: Ägyptische Wanderheuschrecke (Anacridium aegyptium), bedornte Schiene und Tarsenglieder des Sprungbeines; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 4: Langarmkäfer (Cheirotonus sp.), Malaysia, Männchen mit stark verlängerten Vorderbeinen; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 4: Langarmkäfer (Cheirotonus sp.), Malaysia, Männchen mit stark verlängerten Vorderbeinen; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 5: Honigbiene (Apis mellifera), Bürstenhaare der Innenseite des 1. Fußgliedes (1. Tarsus) des Sammelbeins (3. Bein); Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 5: Honigbiene (Apis mellifera), Bürstenhaare der Innenseite des 1. Fußgliedes (1. Tarsus) des Sammelbeins (3. Bein); Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 6: Fangschrecke Deroplatys rhombica, Malaysia, Vorderbeine zu Fangbeinen umgebildet; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 6: Fangschrecke Deroplatys rhombica, Malaysia, Vorderbeine zu Fangbeinen umgebildet; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 7: Ochthera mantis (Fam. Salzfliegen, Ephydridae) mit zu Fangbeinen umgestalteten Vorderbeinen, Norditalien; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 7: Ochthera mantis (Fam. Salzfliegen, Ephydridae) mit zu Fangbeinen umgestalteten Vorderbeinen, Norditalien; Foto: M. Lödl, NHM Wien

Die Anpassungen in der Natur sind vielfältig. Diese Vielfalt wird zum Beispiel in den unterschiedlichen Beinformen der Insekten widergespiegelt. Der Grundtyp des klassischen Arthropoden-Beines kann in mannigfaltiger Weise abgewandelt sein. Ob Schenkel, Schiene oder die Fußglieder – in allen Teilen können Abwandlungen, Verkleinerungen und Vergrößerungen auftreten, die uns Hinweise auf die Lebensweise geben. Verbreiterte oder flache, gezackte Beine weisen auf eine grabende Tätigkeit hin. Die Maulwurfsgrillen (Gryllotalpa) (Abb. 1) haben zum Beispiel schaufelförmige Vorderbeine mit denen sie sich in ihren Erdhöhlen weitergraben. Die Vorderbeide der Pillendreher (Scarabaeus) dienen zum Formen und Rollen von Dungkugeln, in die die Weibchen schließlich ihre Brut ablegen. Heuschrecken (Caelifera und Ensifera) besitzen meist sehr kräftige Hinterbeine zum Springen (Abb. 3). Verlängerte Beine, insbesondere Vorderbeine sind bei vielen Arten anzutreffen. So tragen die Langarmkäfer (Unterfamilie Euchirinae der Scarabaeidae) (Abb. 4) ihren Namen wegen der stark verlängerten Vorderbeine der Männchen. Die Hinterbeine der Honigbiene (Apis mellifera) tragen auf der Innenseite des 1. Fußgliedes des 3. Beinpaares eine eigene Bürste zum Sammeln von Pollen (Abb. 5). Allgemein bekannt sind die zu Fangbeinen umgewandelten Vorderbeine der Fangschrecken oder Gottesanbeterinnen (Mantodea) (Abb. 6). Weniger bekannt ist, dass solche Fangbeine auch andere Insektenordnungen ausgebildet haben, zum Beispiel die Fanghafte (Mantispa) aus der Ordnung der Netzflügler (Neuroptera) oder auch manche Fliegen (Salzfliege Abb. 7)

Fundort

Ägypten

Kurator

Martin Lödl

2. Zoologie (Insekten)

Verfasser

Sarah Saadain

Abteilung / Sammlung

2. Zoologie (Insekten) > Lepidoptera

Website Abteilung

NHM - 2. Zoologie (Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Lepidoptera

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