Die Schmetterlingssammlung

Lepidoptera
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Bild 2: Persönlicher Brief von dem Naturforscher Alexander von Humboldt.
Bild 2: Persönlicher Brief von dem Naturforscher Alexander von Humboldt.
Seidenspinner (Bombyx mori), Rohseide vom Kokon; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Seidenspinner (Bombyx mori), Rohseide vom Kokon; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Großes Ochsenauge (Maniola jurtina), Weibchen, Wien ; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Großes Ochsenauge (Maniola jurtina), Weibchen, Wien ; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Homoeocera gigantea, Costa Rica, Fügel Detail; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Homoeocera gigantea, Costa Rica, Fügel Detail; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Stubenfliege (Musca domestica), mikroskopisches Präparat des Rüssels; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Stubenfliege (Musca domestica), mikroskopisches Präparat des Rüssels; Foto: M. Lödl, NHM Wien

Die Schmetterlingssammlung des Naturhistorischen Museums in Wien beherbergt eine der größten Sammlungen von Tag- und Nachtfaltern der Welt. Ungefährt 3,5 Millionen präparierte und einige hunderttausend unpräparierte Exemplare befinden sich in ca. 11.000 Laden. In die Sammlung inkludiert sind an die 40.000 Typusexemplare, welche die wertvollsten Vertreter der Artenvielfalt sind. Besonders gut ausgebaut ist die Sammlung der mitteleuropäischen und mediterranen Fauna, der Fauna der Kanarischen Inseln und des Nahen und Mittleren Ostens. Der Großteil der reichen Vielfalt an tropischen Lepidoptera stammt aus der Neotropischen und Orientalischen Faunenregion

65 Inhalte zum Sammlungsthema "Lepidoptera"

Eva Vartian

So wie die berühmte deutsche Forscherin und Malerin Maria Sibylla ...

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Genitalpräparation

Ähnlich dem Schlüssel-Schlossprinzip ermöglichen artspezifische ...

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Weißfleck-Widderchen

Das ungiftige Weißfleck-Widderchen (Amata phegea) trägt einen ...

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Mundwerkzeuge der Insekten

Die Insekten gehören zu den Gliederfüßern (Arthropoda). Ihre ...

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Der zu den Bärenspinnern (Arctiidae) gehörende Wegerichbär (Parasemia ...

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Die Sandberge bei Oberweiden

Ein faunistisch besonders interessantes Gebiet sind die sogenannten ...

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Die Familie der Federmotten (Pterophoridae) sind eine bemerkenswerte ...

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Hans Rebel (1861-1940)

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Der Maler Eduard Peithner von Lichtenfels (1833-1913) war der ...

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Vogelfalter (Ornithoptera) sind die größten und eindrucksvollsten ...

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Augenflecken als ein Element der Flügelzeichnung ist bei Schmetterlingen ...

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Blattminierende Raupen

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Die Fassadendekoration geht in ihrer Konzeption auf Gottfried ...

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Der Maler Hans Canon (1829-1885) war ein Schüler von Waldmüller ...

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Frostspanner zählen zu den wenigen Nachtfalterarten, die selbst ...

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Der Skabiosenschwärmer

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Anatomie des Insektenbeines

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Kurator

Martin Lödl

2. Zoologie (Insekten)

Abteilung / Sammlung

2. Zoologie (Insekten) > Lepidoptera

Website Abteilung

NHM - 2. Zoologie (Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Lepidoptera

Zusatzinformation

Die Lepidopterologie in Österreich reicht zurück zur 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die älteste Sammlung von Tag- und Nachtfaltern, die wir kennen, ist die Sammlung von Michael Denis und Ignaz Schiffermüller, beide Lehrer am berühmten Theresianum in Wien. Die Sammlung kam an das Vereinigte k.k. Naturalien-Cabinet in der kaiserlichen Hofburg, wo sie 1848 in den Revolutionswirren abbrannte. Denis & Schiffermüller publizierten den ersten Index der Lepidoptera der Wiener Region.

Alois Rogenhofer (1831-1897) war der erste Kurator der Lepidoptera-Sammlung am Naturhistorischen Museum. An seiner Seite arbeitete Josef Mann (1804-1889) als Präparator und Sammler. Er beschrieb viele Schmetterlingsarten neu (Schwerpunkt: Mikrolepidoptera).

Der Nachfolger von Rogenhofer war Hans Rebel (1861-1940), der der Schmetterlingssammlung seinen Stempel für Dekaden aufdrückte. Er war verantwortlich für viele Neuzugänge und vergrößerte die Sammlung bis zum Ende seiner Funktionsperiode 1932. Ab 1925 war er auch Generaldirektor des Museums und publizierte mehr als 300 Artikel über Lepidopterologie. Sehr wichtig ist der "Staudinger-Rebel-Katalog“ der Paläarktischen Lepidopteren. Die wertvolle erste Auflage seines Werkes, mit vielen handschriftlichen Notizen Rebels versehen, ist Teil unserer Sammlung.

Hans Zerny (1887 - 1945) war Mitarbeiter Rebels und folgte ihm als Kurator der Sammlung nach Rebels Pensionierung nach. Seine Expeditionen nach Südamerika und Tanzania waren für das Museum sehr fruchtbar und sind bis heute die Basis für zahllose Beschreibungen von neuen Arten. Weiters arbeitete er über südostasiatische Noctuidae und neotropische Syntomidae.

Seit 1960 war Friedrich Kasy (1921-1990) Kurator der Lepidoptera-Sammlung. Er war Spezialist für Mikrolepidopteren und konzentrierte sich später auf faunistische Arbeiten über das östliche Grenzgebiet Österreichs. Er publizierte 110 wissenschaftliche Arbeiten.

Richard Imb (1932-1990) war viele Jahre der Präparator der Schmetterlingssammlung bis zu seinem plötzlichen Tod 1990. Er war bekannt für sein graphisches Talent und sein genaues Präparationshandwerk. Wegen seiner großen Kenntnis der inneren Struktur der Sammlung und persönlicher Bekanntschaft mit jedem einzelnen gespannten Exemplar - wurde er oft die "Seele der Sammlung“ genannt.

1986 folgte Martin Lödl als Kurator der Schmetterlingssammlung und bekleidet seitdem diesen Posten. Diese Zeitspanne wird durch eine signifikante Vergrößerung der Sammlung charakterisiert (von ca. 6.000 zu mehr als 10.000 Laden).

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