Die Vogelsammlung

Die Nachfahren der Theropoden
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Bankivahuhn, Gallus gallus bankiva, Männchen adult, Stopfpräparat, Schausammlung NHMW Saal 31; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Bankivahuhn, Gallus gallus bankiva, Männchen adult, Stopfpräparat, Schausammlung NHMW Saal 31; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Dreifarbenara, Ara tricolor, Männchen; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Dreifarbenara,  Ara tricolor, Männchen; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Wachtelkönig-Gelege; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Wachtelkönig-Gelege; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Halsbandsittich, Psittacula k. krameri, adultes Männchen [demontiertes Stopfpräparat]; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Halsbandsittich, Psittacula k. krameri, adultes Männchen [demontiertes Stopfpräparat]; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Amsel Turdus merula merula, weibchenfärbig [Balgpräparat]; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Amsel Turdus merula merula, weibchenfärbig [Balgpräparat]; Foto: A. Schumacher, NHM Wien

Neue Fossilfunde und Forschungsmethoden belegen, dass Vögel von Theropoden abstammen, einer Gruppe zweibeinig laufender, fleischfressender Dinosaurier. Ihre nächsten heute noch lebenden Verwandten sind die Krokodile. Vögel haben wie alle Landwirbeltiere (Tetrapoda) zwei Paar Extremitäten, wovon die vorderen bei Vögeln zu Flügeln umgebildet sind.

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Saal / Vitrine

XXIX bis XXXII

Website Abteilung

NHM - 1. Zoologie (Wirbeltiere)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Vögel

Zusatzinformation

Vögel sind durch eine Reihe von Merkmalen gekennzeichnet, von denen jedoch keines exklusiv bei dieser Tiergruppe vorkommt.

Der Körper ist von aus Keratin bestehenden Federn bedeckt. Das Großgefieder dient beim Fliegen als Trag- und Steuerfläche, das Kleingefieder der Wärme-Isolation, um die hohe Körpertemperatur von etwa 40°C zu halten. Federn haben unterschiedliche Gefiederfarben und -muster. Buntes Gefieder unterstützt häufig die Partnerwahl, eintönige Farben dienen eher der Tarnung. Da sich Federn abnutzen, müssen sie in bestimmten Intervallen, der Mauser, erneuert werden.

Zur Pflege des empfindlichen Gefieders besitzen die meisten Vogelarten besondere, Fett absondernde Drüsen, die Bürzeldrüsen. Bei einigen Arten wird deren Funktion durch Puderdunen unterstützt oder gar komplett ersetzt (Kakadus, Taubenvögel, Reiher). Einigen tauchenden Arten, wie den Kormoranen und Schlangenhalsvögeln, fehlen sowohl Bürzeldrüse als auch Puderdunen.

Die meisten Vögel sind flugfähig. Alle flugunfähigen Arten, wie Laufvögel, Pinguine oder der Galapagoskormoran, haben sich aus ursprünglich fliegenden Arten entwickelt.

Die Leichtbauweise des Vogelskelettes ist Voraussetzung für den Flug. Der Anteil der Knochenmasse macht nur 8 bis 9 Prozent des Gesamtgewichtes aus, während er bei Säugern bis zu 30 Prozent betragen kann. Das große Brustbein hat einen vorspringenden Kiel, der als Ansatz für die voluminöse Flugmuskulatur dient.

Alle rezenten Vögel besitzen einen Schnabel ohne echte Zähne. Der Schnabel besteht aus Knochensubstanz mit einer Hornscheide aus Keratin. Nur bei Tauben und Gänsevögeln sind die Schnabelkochen von einer weichen Haut überzogen.

Vögel haben eine hohe Stoffwechselrate, daher ist die Herzschlagfrequenz hoch. Sie kann beim Strauß 178 Schläge pro Minute betragen, beim Haussperling bis zu 900 und beim energetisch aufwendigen Schwirrflug von Kolibris sogar bis zu 1.260 Schläge pro Minute.

Das Zentralnervensystem ist bei Vögeln hoch entwickelt, weshalb sie sehr reaktionsschnell sind. Als stark visuell orientierte Tiergruppe haben Vögel ein besonders leistungsfähiges Auge. Das für die Verarbeitung optischer Reize zuständige Hirnareal ist ebenfalls stark vergrößert.

Die Stimmbildung, auch der Gesang, erfolgt bei Vögeln nicht im Kehlkopf (Larynx) wie bei Säugetieren, da ihnen die Stimmbänder fehlen. Die verwenden dazu den an der Gabelung der Trachea liegenden Stimmkopf (Syrinx).

Als Anpassung an den Flug ist die Lunge der Vögel mit ihren weit verzweigten Luftsäcken komplizierter gebaut als die aller anderen Wirbeltiere.

Zum Ausscheiden von Eiern, Urin und Kot besitzen Vögel eine einheitliche Ausfuhröffnung, die Kloake. Sie scheiden ebenso wie Fledermäuse und Reptilien über ihren Urin Stickstoffverbindungen als Guanin sowie Harnsäure aus. Guanin benötigt kaum Wasser zur Ausscheidung, sodass die Tiere weniger Trinkwasser benötigen. Diese Ersparnis unterstützt die Flugfähigkeit ebenfalls

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