Thema:  Die Jüngere-Eisenzeit-Sammlung >  Keltische Zentralsiedlung Roseldorf (Niederösterreich)

Cernunnos, schädelechtes bearbeitetes Hirschgeweih

Teil einer Götterfigur aus Roseldorf
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Cernunnos, schädelechtes bearbeitetes Hirschgeweih (R5-1-11-2-5012): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Cernunnos, schädelechtes bearbeitetes Hirschgeweih (R5-1-11-2-5012): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Cernunnos, schädelechtes bearbeitetes Hirschgeweih (R5-1-11-2-5012): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Cernunnos, schädelechtes bearbeitetes Hirschgeweih (R5-1-11-2-5012): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Cernunnos, schädelechtes bearbeitetes Hirschgeweih (R5-1-11-2-5012): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Cernunnos, schädelechtes bearbeitetes Hirschgeweih (R5-1-11-2-5012): Foto: A. Schumacher, NHM Wien

Die Hirschgeweihstange eines Zehnenders ist keine Abwurfstange, sondern ein schädelechtes Geweih, das von einem toten, eventuell sogar geopferten Tier entnommen wurde. Der Stirnzapfen wurde zugeschnitzt und durchlocht, die natürliche Rosette abgeschnitten und weiter oberhalb eine neue künstliche geschnitzt. Die Art der Zurichtung legt nahe, dass die Geweihstange ehemals in einer Götterfigur (Hirschgott Cernunnos) steckte. Rostspuren in der Durchlochung beweisen die Fixierung mit einem Eisenstift. Die vorletzte Geweihsprosse wurde ebenfalls abgeschnitten.

Datierung

Latènezeit

um 300 v. Chr.

Fundort

Roseldorf > Niederösterreich > Österreich

± 60 km vom NHM entfernt

Kurator

Veronika Holzer

Prähistorie

Abteilung / Sammlung

Prähistorie > Jüngere Eisenzeit

Sammlungseingang: Veronika Holzer 2002, Ausgrabung Roseldorf, Prähistorische Abteilung des NHM

Inventarnummer

R5-1-11-2-5012

Website Abteilung

NHM - Prähistorie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Jüngere Eisenzeit

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Zusatzinformation

Wie die Druidenkrone wurde auch die Götterstatue mit dem Hirschgeweih absichtlich zerstört und somit für weitere Kulthandlungen unbrauchbar gemacht. Man deponierte beide Fundstücke gemeinsam in einem letzten zeremonielen Akt zur rituellen Schließung des Heiligtums im Opfergraben.

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