Thema:  Meteoriten

Widmanstättensche Figuren

Erhitzungsexperiment mit einem polierten Plättchen
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Originalplättchen des Eisenmeteoriten Hraschina, an dem Alois Beck von Widmanstätten Erhitzungsversuche durchgeführt hat; Foto: L. Ferrière, NHM Wien
Originalplättchen des Eisenmeteoriten Hraschina, an dem Alois Beck von Widmanstätten Erhitzungsversuche durchgeführt hat; Foto: L. Ferrière, NHM Wien
Widmanstättensche Figuren (A5a): Foto: L. Ferrière, NHM Wien
Widmanstättensche Figuren (A5a): Foto: L. Ferrière, NHM Wien
Widmanstättensche Figuren (A5a): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Widmanstättensche Figuren (A5a): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Widmanstättensche Figuren (A5a): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Widmanstättensche Figuren (A5a): Foto: A. Schumacher, NHM Wien

Im Jahr 1808 machte Alois Beck von Widmanstätten Erhitzungsexperimente mit einem polierten Plättchen des Eisenmeteoriten Hraschina um dessen Metallgefüge zu untersuchen. Beim Studium der dabei auftretenden Anlauffarben entdeckte er ein regelmäßiges Muster sich kreuzender Lamellen - die nach ihm benannten "Widmanstättenschen Figuren“. Bald danach fand er heraus, dass dieses Muster durch Ätzen mit Salpetersäure viel deutlicher hervortrat. Da die Tiefe der geätzten Figuren von der Dauer des Ätzvorgangs abhing, hatte er die Idee, geätzte Platten von Eisenmeteoriten als natürliche Druckstöcke zu verwenden. Auf diese Weise gelang es ihm, das metallische Gefüge dieser Meteoriten mittels "Naturselbstdruck“ minutiös bis ins kleinste Detail darzustellen

Datierung

1808

Entdeckung der Ätzfiguren

Fundort

Hrascina > Zagreb > Kroatien

± 230 km vom NHM entfernt

Klassifikation

Om/IID (Strukturklasse/chem. Gruppe)

Abteilung / Sammlung

Mineralogie-Petrographie > Meteoriten

Sammlungseingang: 1808 (oder davor) durch Absägen von der Hauptmasse des Hraschina-Meteoriten (Inv. Nr. A2)

Inventarnummer

A5a

Saal / Vitrine

V / 105

Website Abteilung

NHM - Mineralogie-Petrographie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Meteoriten

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Zusatzinformation

Die Widmanstättenschen Figuren können bei den meisten Eisenmeteoriten sichtbar gemacht werden. Lange Zeit war die Entstehung der Figuren ein Rätsel. Heute weiß man, dass diese das Resultat von Entmischungsvorgängen in langsam abkühlenden metallischen Kernen von Asteroiden sind. Dabei entstehen die Figuren nur bei pauschalen Nickelgehalten zwischen ca. 6 und 20 Gewichtsprozent.

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