Thema:  Mollusca – Weichtiere

Born und die Molluskensammlung

Ignaz von Born (1742-1791)
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Handcolorierte Farbtafel aus der "Taschenbuchausgabe“ von Born (1778) mit Originalobjekt,; Foto: S. Schnedl, NHM Wien
Handcolorierte Farbtafel aus der "Taschenbuchausgabe“ von Born (1778) mit Originalobjekt,; Foto: S. Schnedl, NHM Wien
Tafel 14 aus dem Prachtband von Born (1780) mit verschiedenen "Helix“-Arten; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Tafel 14 aus dem Prachtband von Born (1780) mit verschiedenen "Helix“-Arten; Foto: A. Schumacher, NHM Wien

Ignaz von Born, am 26. Dezember 1742 in Karlsburg in Siebenbürgen geboren, war einer der bedeutendsten Mineralogen und Bergwerksfachleute Europas. Maria Theresia berief ihn 1776 von Böhmen nach Wien, um die kaiserlichen naturwissenschaftlichen Sammlungen nach dem Tode ihres Gemahls Franz Stephan von Lothringen neu zu ordnen und zu bestimmen. Seine umfassenden naturwissenschaftlichen Kenntnisse ermöglichten es ihm, in kürzester Zeit die bedeutende Schnecken- und Muschelsammlung neu zu ordnen und zwei Arbeiten dazu zu veröffentlichen. 1778 erschien die "Taschenbuchausgabe“ unter dem Titel "Index Rerum Naturalium Musei Caesarei Vindobonensis Pars I. Testacea“ mit nur einer Farbtafel. Im 1780 erschienen Prachtband "Testacea Musei Caesarei Vindobonensis“ sind die kaiserlichen Objekte beschrieben und auf mehreren Farbtafeln abgebildet. Die Objekte sind heute die ältesten Originale und überaus wertvoll für die Molluskensammlung.

Datierung

1778

Fundort

Naturhistorisches Museum > Wien > Österreich

Kurator

Anita Eschner

3. Zoologie (Wirbellose ohne Insekten)

Abteilung / Sammlung

3. Zoologie (Wirbellose ohne Insekten) > Mollusca

Inventarnummer

76.734 (Bibliotheksnummer)

Website Abteilung

NHM - 3. Zoologie (Wirbellose ohne Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Mollusca

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Zusatzinformation

Die Besonderheit der "Taschenbuch-Ausgabe“ liegt in der Zweisprachigkeit, ein für das Jahr 1778 sehr moderner Ansatz. Sämtliche Muschel- und Schneckennamen werden in der Wissenschaftssprache Latein, aber auch auf Deutsch beschrieben.

Der zwei Jahre später erschienene Prachtband ist in lateinischer Sprache verfasst und enthält auf 18 handcolorierten Farbtafeln die wichtigsten Objekte der kaiserlichen Sammlung.

In beiden Werken werden in einem eigenen Index die Trivialnamen zu allen Arten auf "Deutsch, Holländisch, Französisch und Englisch“ aufgelistet.

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