Thema:  Kopfsachen

Schädeldeformation

Gezielte Veränderung der Schädelform
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Abguss des künstlich deformierten Schädels aus Grafenegg, NÖ; Foto: W. Reichmann, NHM Wien
Abguss des künstlich deformierten Schädels aus Grafenegg, NÖ; Foto: W. Reichmann, NHM Wien
Fragment eines künstlich deformierten Schädels aus Hobersdorf, NÖ; Foto: W. Reichmann, NHM Wien
Fragment eines künstlich deformierten Schädels aus Hobersdorf, NÖ; Foto: W. Reichmann, NHM Wien

Während der Völkerwanderungszeit war es auch in Österreich bei manchen Bevölkerungen üblich, die Schädel von Neugeborenen mit festen Binden zu schnüren, um die Schädelform zu manipulieren. Ist der Schädel ausgewachsen, bleibt diese längliche Form erhalten, das Hinterhauptbein ist extrem abgeflacht, die Scheitelbeine verlängert, und am Stirnbein ist meist eine leichte Einsenkung zu sehen. Künstlich deformierte Schädel finden sich vor allem in völkerwanderungszeitlichen Gräbern im Osten Österreichs.

Datierung

Völkerwanderungszeit, Frühmittelalter

5. Jh. n. Chr.

Fundort

Grafenegg > Niederösterreich > Österreich Hobersdorf > Niederösterreich > Österreich

± 50 km vom NHM entfernt

± 50 km vom NHM entfernt

Kurator

Margit Berner

Anthropologie

Karin Wiltschke-Schrotta

Anthropologie

Abteilung / Sammlung

Anthropologie > Abgüsse

Inventarnummer

CAST05438; OSTE21203

Website Abteilung

NHM - Anthropologie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Abgüsse

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Zusatzinformation

Die künstliche Schädeldeformation kommt in vielen Kulturen vor. In Mitteleuropa dürfte diese Form der Körpermanipulation durch die Hunnen eingeführt worden sein.

Zitate

Tobias B., Wiltschke-Schrotta K., Binder M., 2010: Das langobardenzeitliche Gräberfeld von Wien-Mariahilfer Gürtel. Mit einem Beitrag zur künstlichen Schädeldeformation im westlichen Karpatenbecken. Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz, Bd. 57, Nr. 1 (2010).

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