Thema:  Detektivarbeit an menschlichen Überresten

Klein oder groß: gut ernährt?

Messung der Langknochen
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Im Röntgenbild zeichnen sich Wachstumsstörungen der Beinknochen als horizontale Verdichtungen (Harrislinien) deutlich ab.; Foto: W. Reichmann, NHM Wien
Im Röntgenbild zeichnen sich Wachstumsstörungen der Beinknochen als horizontale Verdichtungen (Harrislinien) deutlich ab.; Foto: W. Reichmann, NHM Wien
Messbrett mit Oberarmknochen einer kleinen (152 cm – Inv. Nr. 25064) und einer großen (165 cm – Inv. Nr. OSTE25065) Frau, die zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert in Gars-Thunau lebten.; Foto: W. Reichmann, NHM Wien
Messbrett mit Oberarmknochen einer kleinen (152 cm – Inv. Nr. 25064) und einer großen (165 cm – Inv. Nr. OSTE25065) Frau, die zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert in Gars-Thunau lebten.; Foto: W. Reichmann, NHM Wien

Durch Messungen der Langknochen kann über spezielle Formeln die Körperhöhe errechnet werden. Wie groß ein Mensch wird, hängt neben der genetischen Veranlagung auch von Ernährung, Krankheitsbelastung und Lebensbedingungen ab. Festgestellt werden kann auch, ob und wann bestimmte Bevölkerungsgruppen ihre genetisch veranlagte, maximale Körperhöhe erreichten. In vielen Industrienationen ist sie schon vor Jahrzehnten erreicht worden. In Ländern und Regionen mit (früherer) Mangelernährung ist Körperhöhenzunahme noch beobachtbar.

Datierung

9. - 11. Jahrhundert

Fundort

Gars Thunau > Niederösterreich > Österreich

± 70 km vom NHM entfernt

Kurator

Sabine Eggers

Anthropologie

Karin Wiltschke-Schrotta

Anthropologie

Abteilung / Sammlung

Anthropologie > Osteologie

Inventarnummer

OSTE25064 und OSTE25065

Website Abteilung

NHM - Anthropologie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Osteologie

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Zusatzinformation

Wenn das Längenwachstum bei Kindern oder Jugendlichen (temporär) durch Mangelernährung und/oder chronische Erkrankungen verlangsamt wird, treten im Röntgenbild sogenannte Harrislinien auf, deren Position im Langknochen rückwirkend auf das Alter, in dem es zur Wachstumsstörung kam, schließen lässt.

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