Thema:  Die Vogelsammlung

Amsel

Turdus merula merula L., 1758
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Amsel Turdus merula merula, weibchenfärbig [Balgpräparat]; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Amsel Turdus merula merula, weibchenfärbig [Balgpräparat]; Foto: A. Schumacher, NHM Wien

Die Amsel zählt mit bis zu ca. 1 Mio. Brutpaaren zu den am häufigsten und weitesten verbreiteten Brutvögeln in Österreich. Hier besiedelt sie faktisch alle Lebensräume vom "hart“ verbauten Siedlungsgebiet der Großstädte über die Offenlandschaften bis ins Hochgebirge zur Baumgrenze. Amseln waren aber ursprünglich reine Waldbewohner, die erst im Laufe des 19 Jh. im Zuge eines "Verstädterungsprozesses“ die Siedlungsgebiete des Menschen eroberten. Durch das nach 2000 in Wien auftretende Usutu-Virus, das für Amseln letal ist, kam es regional zu deutlichen Bestandseinbußen, die später aber wieder ausgeglichen wurden.

Datierung

1958

Fundort

Gersthof > Wien > Österreich

± 4 km vom NHM entfernt

Kurator

Swen Renner

1. Zoologie (Wirbeltiere)

Verfasser

Hans-Martin Berg

Abteilung / Sammlung

1. Zoologie (Wirbeltiere) > Vögel

Sammlungseingang: 1958, Dr. Friedrich Kasy

Inventarnummer

NMW 69.331

Website Abteilung

NHM - 1. Zoologie (Wirbeltiere)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Vögel

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Zusatzinformation

Gerade im Siedlungsbereich sieht man immer wieder Vögel die abweichend gefärbt sind und unterschiedlich ausgedehnte Weißanteile im sonst normal gefärbten Gefieder aufweisen. Früher hat man ein derartiges Phänomen als "teilalbinotisch“ bezeichnet. Doch der Begriff "albinotisch“ tritt nur auf Individuen zu denen der körpereigene Farbstoff Melanin (Eu- und Phaeomelanin) gänzlich fehlt, der die Ausbildung von grauen, braunen und schwarzen Farbtönen verursacht. Bei Vogelindividuen die nur teilweise weiß gefärbt sind stehen andere Phänomene dahinter, häufig das so genannte "fortschreitendes Ausbleichen“ (engl. progressive greying), wie bei dem gezeigten Beispiel. Hier sind Melanine teilweise vorhanden. Der Weißanteil im Gefieder nimmt im Laufe des Lebens mit jedem Gefiederwechsel zu. Die Verteilung der Weißfärbung am Körper ist oftmals asymmetrisch.

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