Thema:  Die Schmetterlingssammlung

Der Weidenbohrer

Cossus cossus
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Weidenbohrer (Cossus cossus); Foto: M. Lödl, NHM Wien
Weidenbohrer (Cossus cossus); Foto: M. Lödl, NHM Wien
Lebensraum des Weidenbohrers, Mai 2008, Marchfeldkanal, Strebersdorf-Jedlersdorf; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Lebensraum des Weidenbohrers, Mai 2008, Marchfeldkanal, Strebersdorf-Jedlersdorf; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Raupe des Weidenbohrers, Mai 2008, Marchfeldkanal, Strebersdorf-Jedlersdorf; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Raupe des Weidenbohrers, Mai 2008, Marchfeldkanal, Strebersdorf-Jedlersdorf; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Raupe des Weidenbohrers im Vergleich zur Handfläche, Mai 2008, Marchfeldkanal, Strebersdorf-Jedlersdorf; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Raupe des Weidenbohrers im Vergleich zur Handfläche, Mai 2008, Marchfeldkanal, Strebersdorf-Jedlersdorf; Foto: M. Lödl, NHM Wien

Eine sehr große und auffällige Erscheinung der einheimischen Schmetterlingsfauna ist der Weidenbohrer (Cossus cossus). Die Falter gehören zur Familie der Holzbohrer (Cossidae). In Mitteleuropa kommen nur sechs Arten vor, in ganz Europa sind es über 20 Arten. Die Falter sind sehr groß mit einer Flügelspannweite bis zu 8 cm. Der Körper ist dick und plump, die Flügelzeichnung besteht aus einem eintönigen Grau mit braunen und schwärzlichen Linien. (Abb. 1). Die Art kommt in lockeren Laubgehölzen und Feuchtbiotopen entlang von Gewässern vor (Abb. 2). Wie der Name schon sagt, benötigen die Falter Weiden (Salix) zur Entwicklung. Es werden auch andere Laubgehölze als Futterpflanze genommen, wie zum Beispiel Birken (Betula) oder Erlen (Alnus), gelegentlich auch Birne (Pyrus) und Apfel (Malus). Die 10 cm langen und sehr kräftigen Raupen sind äußerst beeindruckend. Ihre Farbe ist ein rötliches beigebraun mit dunkelrotem Rücken. Der Kopf und die Nackenregion sind schwarz gefärbt. Die Raupen insgesamt sind stark glänzend (Abb. 3). Sie ernähren sich vom Holz der Wirtspflanzen und dringen mit Röhrengängen tief in den Stamm ein. Mehrere Raupen können einen noch lebenden Baum massiv schädigen. Die Entwicklung braucht aufgrund des geringen Nährstoffgehaltes des Holzes zwei bis vier Jahre. Für ihre Lebensweise benötigen die Raupen sehr starke Kiefer. Beim Berühren ist Vorsicht geboten, die Raupen können empfindlich zubeißen (Abb. 4). Die Raupen verströmen einen auffallenden Essiggeruch, der manchmal auch in der Nähe eines befallenen Holzstammes merkbar wird.

Fundort

Strebersdorf > Niederösterreich > Österreich

± 9 km vom NHM entfernt

Kurator

Martin Lödl

2. Zoologie (Insekten)

Verfasser

Sarah Saadain

Abteilung / Sammlung

2. Zoologie (Insekten) > Lepidoptera

Website Abteilung

NHM - 2. Zoologie (Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Lepidoptera

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