Thema:  Die Schmetterlingssammlung

Die gefährlichen Haare der Prozessionsspinner

Thaumetopoeinae
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Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea), Niederösterreich, Strasshof; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea), Niederösterreich, Strasshof; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Pinienprozessionsspinner (Thaumetopoea pityocampa), Frankreich, Digne; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Pinienprozessionsspinner (Thaumetopoea pityocampa), Frankreich, Digne; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Pinienprozessionsspinner (Thaumetopoea pityocampa), März 2012, Mallorca; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Pinienprozessionsspinner (Thaumetopoea pityocampa), März 2012, Mallorca; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Alter Gespinstsack des Eichenprozessionsspinners Thaumetopoea prozessionea am Stamm einer Eiche; Korneuburger Au, 04.2018; Foto: C. Steinwender
Alter Gespinstsack des Eichenprozessionsspinners Thaumetopoea prozessionea am Stamm einer Eiche; Korneuburger Au, 04.2018; Foto: C. Steinwender
Raupenhäute des Eichenprozessionsspinners Thaumetopoea prozessionea in einem alten Gespinstsack am Stamm einer Eiche; Korneuburger Au, 04.2018; Foto: C. Steinwender
Raupenhäute des Eichenprozessionsspinners Thaumetopoea prozessionea in einem alten Gespinstsack am Stamm einer Eiche; Korneuburger Au, 04.2018; Foto: C. Steinwender

Die Prozessionsspinner wurden früher als eigene Familie (Thaumetopoeidae) aufgefasst, werden aber derzeit zu den Zahnspinnern (Notodontidae) gerechnet. In Österreich gibt es nur zwei Arten: Den Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea prozessionea) (Abb. 1) und den Pinienprozessionsspinner (Thaumetopoea pityocampa) (Abb. 2).

Früher waren Prozessionsspinner sehr häufig und verursachten große Schäden, sowohl an Eichen als auch an Nadelgehölzen. Durch Bekämpfungsmaßnahmen ist die Art stark zurückgegangen und in den Beständen weiter rückläufig. Die Raupen leben bei beiden Arten in Gespinsten, die in den Bäumen hängen (Abb. 4 und 5) und kommen zum Fressen hervor. Ist eine Futterquelle nicht mehr ausreichend ziehen die Raupen auf Futtersuche in großen Prozessionen an Baumstämmen und auch dem Boden entlang (Abb. 3).

Da die Raupen über hautreizende Brennhaare verfügen, ist es gefährlich, die Raupen zu berühren oder womöglich Härchen einzuatmen (Abb. 6). Insbesondere Gartenbesitzer, die Gespinstsäcke abnehmen und versuchen, diese an Feuerstellen zu verbrennen, sind gefährdet. Die warmen Konvektionsströme verwirbeln die Brennhaare in der Atemluft, was zu asthmaartigen Erstickungsanfällen führen kann.

Fundort

Korneuburg > Niederösterreich > Österreich

± 20 km vom NHM entfernt

Kurator

Martin Lödl

2. Zoologie (Insekten)

Verfasser

Sarah Saadain

Abteilung / Sammlung

2. Zoologie (Insekten) > Lepidoptera

Website Abteilung

NHM - 2. Zoologie (Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Lepidoptera

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