Thema:  Die Schmetterlingssammlung

Schwarzer Apollo

Parnassius mnemosyne
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Schwarzer Apollo (Parnassius mnemosyne), Männchen, Sattnitz, Ka?rnten; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Schwarzer Apollo (Parnassius mnemosyne), Männchen, Sattnitz, Ka?rnten; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Schwarzer Apollo (Parnassius mnemosyne), Weibchen, Sattnitz, Kärnten; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Schwarzer Apollo (Parnassius mnemosyne), Weibchen, Sattnitz, Kärnten; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Baumweißling (Aporia crataegi), Männchen, Niederösterreich, Oberweiden; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Baumweißling (Aporia crataegi), Männchen, Niederösterreich, Oberweiden; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Flugplatz des Schwarzen Apollos, Juni 2011, Niederösterreich, Pielachtal; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Flugplatz des Schwarzen Apollos, Juni 2011, Niederösterreich, Pielachtal; Foto: M. Lödl, NHM Wien

Der Schwarze Apollo (Parnassius mnemosyne) ist ein Vertreter der Ritterfalter (Papilionidae) und einer der drei heimischen Apollofalter (Parnassius). Er ist von den drei Arten am schlichtesten und eintönigsten gezeichnet, ist fast ausschließlich weiß mit schwarzen Zeichnungselementen und daher leicht von den anderen Apollofalterarten zu unterscheiden (Abb. 1-2). Nicht ganz einfach ist die Unterscheidung zum Baumweißling (Aporia crataegi) aus der Familie der Weißlinge (Pieridae) (Abb. 3). Dieser Falter ist ebenfalls reinweiß mit schwarzen Flügeladern. Die Unterscheidung ist in den Abb. 1 und 3 mit rotem Pfeil markiert. Beim Schwarzen Apollo ist – wie bei allen Ritterfaltern – der Innenrand der Hinterflügel konkav (eingebuchtet). Bei den Weißlingen ist dieser Rand ausgebuchtet, also konvex. Der Schwarze Apollo ist bei uns zwischen 800 und 1800 m verbreitet, aber nicht häufig. Er bevorzugt Laubmischwälder, unterbrochen von Wiesenlandschaften (Abb. 4), wo er in segelndem Flug von Blüte zu Blüte fliegt (Abb. 5). Die Fluggebiete sind inselartig zerstreut, in passenden Biotopen kann die Art zahlreich auftreten. Die Raupen leben an verschiedenen Lerchensporn-Arten (Corydalis). Die Lebensweise ist kompliziert, so werden die Eier nur an vertrocknete Pflanzen abgelegt und die kleinen Räupchen überwintern noch in der Eihülle. Diese Lebensweise ist aufwändig und mit großen Gefahren behaftet. Die Art geht in ihren Beständen in den letzten Jahren tendenziell zurück.

Fundort

Sattnitz > Kärnten > Österreich

± 240 km vom NHM entfernt

Kurator

Martin Lödl

2. Zoologie (Insekten)

Verfasser

Sarah Saadain

Abteilung / Sammlung

2. Zoologie (Insekten) > Lepidoptera

Website Abteilung

NHM - 2. Zoologie (Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Lepidoptera

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