Thema:  Die Schmetterlingssammlung

Mundwerkzeuge der Insekten

Vielgestaltigen Mundwerkzeuge gehen auf Extremitäten zurück
Dunkelblauer Laufkäfer (Carabus intricatus) mit gespreizten Mandibeln, räuberische Lebensweise; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Dunkelblauer Laufkäfer (Carabus intricatus) mit gespreizten Mandibeln, räuberische Lebensweise; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Kopf eines Schwärmers (Theretra japonica), in der Bildmitte das große Komplexauge, oben die Fühler und links der eingerollte Saugrüssel; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Kopf eines Schwärmers (Theretra japonica), in der Bildmitte das große Komplexauge, oben die Fühler und links der eingerollte Saugrüssel; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Mikroskopische Aufnahme des Rüssels eines Kohlweißlings (Pieris brassicae). Der Pfeil zeigt die Rüsselspitze; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Mikroskopische Aufnahme des Rüssels eines Kohlweißlings (Pieris brassicae). Der Pfeil zeigt die Rüsselspitze; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Zahnradwanze (Arilus cristatus) aus Amerika. Kopf mit dem gebogenen Stechrüssel zum Erbeuten von Insekten; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Zahnradwanze (Arilus cristatus) aus Amerika. Kopf mit dem gebogenen Stechrüssel zum Erbeuten von Insekten; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Seitliche Ansicht des Kopfes einer Blumenfliege (Hylemya strenua), Kremsmünster. Der Pfeil markiert den Rüssel zum Auftupfen von Nahrungsbrei; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Seitliche Ansicht des Kopfes einer Blumenfliege (Hylemya strenua), Kremsmünster. Der Pfeil markiert den Rüssel zum Auftupfen von Nahrungsbrei; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Stubenfliege (Musca domestica), mikroskopisches Präparat des Rüssels; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Stubenfliege (Musca domestica), mikroskopisches Präparat des Rüssels; Foto: M. Lödl, NHM Wien

Die Insekten gehören zu den Gliederfüßern (Arthropoda). Ihre vielgestaltigen Mundwerkzeuge gehen auf Extremitäten zurück. Im Laufe der Evolution verschmolzen die vordersten Körpersegmente zu einer Kopfkapsel und die dazugehörigen Gliedmaßen wandelten sich in hochspezialisierte Mundwerkzeuge um. Die Mundwerkzeuge bestehen im Prinzip aus 4 Teilen: 1. der Oberlippe (Labrum), 2. den Oberkiefern (Mandibeln), 3. dem Unterkiefer (1. Maxille) und 4. der Unterlippe (2. Maxille). Die verschiedenen Teile können auf sehr komplexe Weise miteinander verschmolzen sein und dadurch komplizierte Mundwerkzeugstypen, wie Saugröhren oder Stechrüssel bilden. Die unterschiedlichen Mundwerkzeuge repräsentieren die unterschiedlichen Ernährungsformen. Bei Käfern kommen beißende Mundwerkzeuge vor (Abb. 1). Mit den kräftigen Oberkiefern werden entweder Beutetiere erlegt oder Blätter und Holz benagt. Schmetterlinge haben zum Beispiel mehrheitlich einen ausrollbaren Rüssel ausgebildet, mit dem Wasser, Nektar oder andere flüssige Substanzen aufgenommen werden können (Abb. 2 und 3). Wanzen besitzen stechend-saugende Mundwerkzeuge, zum Beispiel zum Töten und Aussaugen anderer Insekten, wie bei den Raubwanzen (Reduviidae) (Abb. 4). Die Zweiflügler (Fliegen und Mücken) haben sehr unterschiedliche Mundwerkzeuge entwickelt. Während viele Mückenarten Stechrüssel zum Blutsaugen aufweisen, haben viele Fliegenarten einen kurzen, geknieten Rüssel zum Auftupfen von Nahrungsbrei (Abb. 5).

Kurator

Martin Lödl

2. Zoologie (Insekten)

Verfasser

Sarah Saadain

Abteilung / Sammlung

2. Zoologie (Insekten) > Lepidoptera

Website Abteilung

NHM - 2. Zoologie (Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Lepidoptera

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