Thema:  Die Ältere-Eisenzeit-Sammlung

Gefäß mit Spinn- und Webszene aus Sopron

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Gefäß mit Spinn- und Webszene aus Sopron (35.424)
Gefäß mit Spinn- und Webszene aus Sopron (35.424)

In der Hallstattzeit lag auf dem Burgberg von Sopron (Várhely) eine befestigte Höhensiedlung, in der Nähe befanden sich Hügelgräber. In reichen Gräbern wurden 30 oder mehr Keramikgefäße als Grabbeigaben gefunden, besonders beeindruckend sind jene, die szenische Darstellungen tragen.

Auf dem in einem reichen Frauengrab aufgefundenen Gefäß hat man Bilder von spinnenden und webenden Personen geritzt. Es zeigt, dass das Textilhandwerk ein wichtiger Bereich im Leben der Menschen war. Weitere Darstellungen auf dem Gefäß erzählen von Musik und Tanz und auch von kultischen Handlungen.

Datierung

Hallstattzeit

um 600 v. Chr.

Fundort

Sopron > Gyor-Moson-Sopron > Ungarn

± 60 km vom NHM entfernt

Kurator

Karina Grömer

Prähistorie

Abteilung / Sammlung

Prähistorie > Ältere Eisenzeit

Sammlungseingang: 1892, Ausgrabung der Anthropologischen Gesellschaft Wien und der Prähistorischen Abteilung des NHM

Inventarnummer

35.424

Website Abteilung

NHM - Prähistorie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Ältere Eisenzeit

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Zusatzinformation

In der klassischen Antike war das Textilhandwerk, besonders das Spinnen und Weben, mythologisch verbrämt. Die Schicksalsgöttinnen, drei weise Frauen, spannen den Lebensfaden und schnitten ihn ab – ihnen oblag mit dieser rituellen Handlung symbolisch die Kontrolle über die menschliche Lebenszeit.

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