Thema:  Die Kaukasus-Sammlung

Chazarischer Säbel

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Chazarischer Säbel (PA82720)
Chazarischer Säbel (PA82720)
Chazarischer Säbel (PA82720)
Chazarischer Säbel (PA82720)

Die Funde stammen aus einem alanischen Katakombengrab, die oft reiche Beigaben aufweisen, Beispiel mit Silberblechen geschmücktes Pferdezaumzeug, Schmuck und Glasgefäße. Die reichsten Männergräber in den Katakomben zeichnen sich besonders durch die Beigabe von Waffen, vor allem von Säbeln, aus. Kennzeichnend für Säbel ist die einschneidige, mehr oder weniger stark gebogene Klinge, was sie als Hiebwaffe auszeichnet.

In der besonders reich ausgestatteten Katakombe V von Koban fand sich nicht nur ein wertvoller Pferdegeschirrschmuck aus Silber, sondern auch ein besonders kostbarer Säbel, der einer der vollständigsten ist, die sich erhalten haben. Besonders wertvoll ist er auch durch die reichen Silberauflagen am Griff und an der Scheide. Das Silberblech ist mit Punz- und Gravurmuster versehen. Die Parierstange am Übergang vom Griff zur Klinge besteht aus Eisen und ist mit feinen Silberfäden tauschiert. Abgesehen von dem hohen materiellen Wert eines Säbels im frühen Mittelalter allgemein unterstreichen auch die sorgfältige Herstellung und Ausfertigung der reichen Verzierungen den besonderen Wert dieses Säbels.

Datierung

Frühmittelalter

700-900 n. Chr.

Fundort

Koban > Nordossetien–Alanien

± 2300 km vom NHM entfernt

Kurator

Angelika Heinrich

Prähistorie

Abteilung / Sammlung

Prähistorie > Kaukasus

Sammlungseingang: Die Funde der Kaukasus-Sammlung wurden zwischen 1881 und 1893 von Franz Heger angekauft.

Inventarnummer

PA82720

Saal / Vitrine

XIII

Website Abteilung

NHM - Prähistorie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Kaukasus

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Zusatzinformation

Die gesamte frühmittelalterliche Geschichte des Nördlichen Kaukasusgebietes ist eng verbunden mit der Geschichte der Alanen. Diese waren ein iranischsprachiger Stamm, verwandt mit den Sarmaten, und lebten ursprünglich als Nomaden zwischen dem Don und dem Kaspischen Meer. In den 70er Jahren des 4. Jh. lösten die Hunnen durch ihr Vordringen nach Westen die große Völkerwanderung aus. Ein Teil der aus ihren Weidegründen vertriebenen Alanen flüchtete mit den Goten weiter nach Westen, andere schlossen sich den damals überall siegreichen Hunnen an, und ein weiterer Teil verblieb im Dongebiet und im Nördlichen Kaukasus.

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