Thema:  Die Mineraliensammlung

Smaragd

Al2Be3[Si6O18], hexagonales Kristallsystem
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Smaragd (L4509): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Smaragd (L4509): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Das Wandgemälde in Saal III "Smaragdgrube im Habachtal“ vom Landschaftsmaler Carl Hasch vermittelt den Museumsbesuchern einen Eindruck von der hochalpinen Fundstelle.; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Das Wandgemälde in Saal III "Smaragdgrube im Habachtal“ vom Landschaftsmaler Carl Hasch vermittelt den Museumsbesuchern einen Eindruck von der hochalpinen Fundstelle.; Foto: A. Schumacher, NHM Wien

Bis zu 3 cm lange, dunkelgrüne und größtenteils durchscheinende und damit auch schleifwürdige 19 größere Einkristalle und 3 Kristallaggregate wurden aus teils grauem und bräunlichem Talkschiefer herauspräpariert. Ursprünglich war diese Stufe wohl noch von weiteren Smaragden besetzt, die der Finder abgenommen und verschliffen hat. Die Stufe misst 48 x 17 x 13 cm.

Datierung

1975

Fundort

Leckbachrinne > Habachtal > Salzburg > Österreich

± 320 km vom NHM entfernt

Größe

48 x 17 x 13 cm

Kurator

Vera M. F. Hammer

Mineralogie-Petrographie

Abteilung / Sammlung

Mineralogie-Petrographie > Mineralien

Sammlungseingang: Die Stufe wurde 1975 durch Ankauf von Alois Steiner, Habach, Salzburg erworben.

Inventarnummer

L4509

Saal / Vitrine

III / 146

Website Abteilung

NHM - Mineralogie-Petrographie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Mineralien

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Zusatzinformation

Der Smaragdbergbau im Habachtal ist Mitteleuropas bekanntestes Edelsteinvorkommen und die Smaragde dieses Vorkommens sind bei Mineraliensammlern weltweit bekannt. Im hochalpinen Gelände erstreckt sich der Smaragdführende Bereich von der Leckbachscharte nach Südwesten, über die Kesselscharte bis zur Kesselklamm ins Untersulzbachtal. 1669 berichtet Erzherzogin Anna de Medici ihrem Bruder Ferdinand II. in einem Brief, dass der Universalgelehrte Nicolaus Steno auf seiner Reise nach Italien auch Tirol und Salzburg besuchen wird und sie auf einen Bericht über die dortigen Smaragdgruben warte. Das sind die ersten schriftlichen Hinweise auf dieses Vorkommen. Ende des 18. Jh. sandte der Salzburger Montanist Caspar Schroll einige Smaragdproben aus dem "Heubachthale im Pinzgau“ an diverse Museen, darunter auch an das damalige k. k. Naturalien-Cabinet in Wien. Die eigentliche Bergbautätigkeit wird um 1860 vom Wiener Juwelier Samuel Goldschmidt begonnen. Die wechselnde Abbaugeschichte dieses Vorkommens bis in die Jetztzeit wurde mehrfach in der einschlägigen Literatur beschrieben. Seit mehr als einem Jahrzehnt hat nun die passionierte Strahler-Familie Alois und Andreas Steiner aus Bramberg das Bergwerk gepachtet.

Zitate

NIEDERMAYR, G. (1991): Mineralien und Smaragdbergbau im Habachtal.- Bode, Haltern.
GRUNDMANN, G. (1991): Smaragd.- extra Lapis No.1., Christian Weise, München. GRUNDMANN, G.; KOLLER, F. (2003): Exkursion: Das Smaragdbergwerk im Habachtal, Land Salzburg, Österreich.- Mitt. Österr. Miner. Ges. 148, 317–343.

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