Thema:  Die Mineraliensammlung

Steinsalz, Halit

NaCl, kubisches Kristallsystem
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Steinsalz, Halit (H207): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Steinsalz, Halit (H207): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Wandgemälde "Salzbergwerk, Wieliczka, Galizien" von Hugo Charlemont; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Wandgemälde Salzbergwerk, Wieliczka, Galizien von Hugo Charlemont; Foto:  A. Schumacher, NHM Wien

Der riesige prachtvolle Kristallstock besteht aus farblosen, zum Teil mit Einschlüssen gefüllten und zum Teil klaren Würfeln (mit einer Kantenlänge bis ca. 30 cm) mit den Gesamtmaßen von ca. 160 x 90 x 80 cm und einem Gewicht von ca. 1.000 kg.

Das Salzvorkommen ist an die miozänen (23 - 5 Millionen Jahre) marinen Ablagerungen in der karpatischen Vorsenke gebunden. Die Mächtigkeit der Salzserie variiert von 250 - 1500 Meter. Die Lagerstätte erstreckt sich über eine Länge von ca. 10 km bei einer Breite von ca. 1.5 km.

Im Saal I befindet sich ein Wandgemälde vom österreichischen Maler Hugo Charlemont (1850 - 1939), welches eine große Abbaukammer des Bergwerks zeigt. Charlemont wurde dafür eigens ins damalige Galizien geschickt, um eine authentische Skizze als Vorstufe für das Gemälde anzufertigen. Die damalige Salinenverwaltung stellte dem Maler sogar Hilfspersonal zur Verfügung und lies die Grube extra beleuchten. Das Bild zeigt die alte Abbaumethode des Brechens und Sägens unter Stehenlassen von Stützpfeilern.

Datierung

1900

Fundort

Wieliczka > Polen

± 340 km vom NHM entfernt

Größe

160 x 90 x 80 cm

Kurator

Vera M. F. Hammer

Mineralogie-Petrographie

Abteilung / Sammlung

Mineralogie-Petrographie > Mineralien

Sammlungseingang: Die Riesenstufe kam im Jahr 1900 als Geschenk des k. k. Finanzministeriums in die Sammlung.

Inventarnummer

H207

Saal / Vitrine

III / Vitrine vor dem Mittelfenster

Website Abteilung

NHM - Mineralogie-Petrographie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Mineralien

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Zusatzinformation

Bereits vor 3.500 Jahren soll hier Salz aus der Sole gewonnen worden sein. Der eigentliche Abbau begann vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert. Im Jahr 1772 fiel Wieliczka an die Habsburger und war die größte Salzlagerstätte der österreichisch-ungarischen Monarchie. Deshalb besitzt das Naturhistorische Museum in Wien eine Reihe der schönsten und größten Salzkristalle aus diesem Vorkommen. Wieliczka ist heute die vielleicht berühmteste Salzlagerstätte der Welt und der historische Untertagebau zählt seit 1978 zum Weltkultur- und Naturerbe der UNESCO und ist eine der größten touristischen Attraktionen in Polen.

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