Thema:  Die Schmetterlingssammlung >  Die Natur macht den Insekten Beine

Anatomie des Insektenbeines

Beine aus einzelnen Segmenten
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Abb. 1: Goliathus orientalis meleagris, Kongo, Oberseite; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 1: Goliathus orientalis meleagris, Kongo, Oberseite; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 2: Goliathus orientalis meleagris, Kongo, Unterseite. Anatomische Details: Hüfte (Coxa, Cx), Schenkelring (Trochanter, Tr), Schenkel (Femur, Fe), Schiene (Tibia, Ti), Fußglieder (Tarsen, Ta) am Ende mit den Klauen; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 2: Goliathus orientalis meleagris, Kongo, Unterseite. Anatomische Details: Hüfte (Coxa, Cx), Schenkelring (Trochanter, Tr), Schenkel (Femur, Fe), Schiene (Tibia, Ti), Fußglieder (Tarsen, Ta) am Ende mit den Klauen; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 3. Raubfliege (Laphria gibbosa), paarige Haftlappen (Pulvillen) zwischen den Endklauen des letzten Fußgliedes. Dazwischen steht eine spitze Borste, das Empodium.; Foto: M. Lödl, NHM Wien
Abb. 3. Raubfliege (Laphria gibbosa), paarige Haftlappen (Pulvillen) zwischen den Endklauen des letzten Fußgliedes. Dazwischen steht eine spitze Borste, das Empodium.; Foto: M. Lödl, NHM Wien

Die Insekten gehören zu den Gliederfüßern (Arthropoda). Dementsprechend ist ihr Körper, aber auch die Beine in einzelne Segmente aufgeteilt. Insekten besitzen ein Außenskelett, das hauptsächlich aus Chitin und einer Vielzahl unterschiedlicher Eiweiße (Proteine) besteht.

Am Beispiel eines Goliathkäfers (Goliathus orientalis meleagris) (Abb. 1) soll der Bauplan eines Insektenbeines erläutert werden. Insektenbeine folgen prinzipiell immer dem gleichen Aufbau. In Abb. 2 ist die Unterseite eines Goliathkäfers abgebildet und die Anatomie des Vorderbeines beschriftet. Das Gelenk, welches das Bein im Körper verankert, nennt man Hüfte (Coxa, Cx) (diese wird begleitet von einem schmalen, unscheinbaren Schenkelring (Trochanter, Tr)). An Hüfte und Schenkelring schließt der kräftige Schenkel (Femur, Fe) an. Danach folgt die Schiene (Tibia, Ti) und dann der Fuß, der aus mehreren Gliedern (Tarsen, Ta) besteht. Die Zahl oder die morphologische Ausformung der Tarsenglieder ist oftmals ein wichtiges systematisches Merkmal bei der Klassifizierung der Insekten. Das letzte Tarsenglied trägt meist Klauen. Diese dienen dem Festklammern, der sicheren Fortbewegung oder auch dem Beutefang und der Verteidigung. Manche Gruppen haben zwischen den Klauen noch Haftlappen und weitere Zusatzorgane ausgebildet. Bei Fliegen (Diptera) sind derartige Haftlappen (Pulvillen) verbreitet (Abb. 3). Sie dienen der besseren Haftung an glatten Flächen, da ihre Unterseiten mit feinen Härchen versehen sind, welche die Adhäsion (Anhaftung) erhöhen.

Fundort

Kongo

± 5700 km vom NHM entfernt

Kurator

Martin Lödl

2. Zoologie (Insekten)

Abteilung / Sammlung

2. Zoologie (Insekten) > Lepidoptera

Website Abteilung

NHM - 2. Zoologie (Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Lepidoptera

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