Thema:  Zweiflügelige Insekten

Raupenfliegen

Tachinidae - mit weltweit über 8.000 Spezies ist die Familie der Tachinidae artenreich
Raupenfliege (Tachina fera); Foto: NHM Wien
Raupenfliege (Tachina fera); Foto: NHM Wien

Mit weltweit über 8.000 Spezies ist die Familie der Raupenfliegen (Tachinidae) artenreich und weit verbreitet. Sie parasitieren vor allem an Schmetterlingsraupen, aber auch andere Insekten. So spürt z.B. die Rondania sp. fressende Rüsselkäfer auf um mit einem teleskopartig ausstülpbaren Legeorgan die Eier während des Fressaktes direkt in den Mundbereich des potentiellen Wirtes zu platzieren. Dieser wird von der rasch schlüpfenden Larve von Innen aufgefressen oder stark geschädigt. Andere Raupenfliegen-Arten legen die Eier oder die schon geschlüpften Larven an der jeweiligen Futterpflanze der Wirte ab. Diese entern aktiv den herannahenden Wirt. Die Unterfamilie Phasiinae sind Wanzenparasiten die ihre Eier direkt an die für diese Kerfe nicht erreichbaren Bereiche, wie z.B. am Halsschild, anheften. Von dort aus bohren sich die Larven in den Wirtskörper.

Nach der letzten Häutung verlassen die Raupenfliegenmaden ihre Nahrungsplätze um sich am Boden zu Verpuppen.

Die größte mitteleuropäische Raupenfliege ist die Tachina grossa (siehe Abbildung), sie legt ihre Eier bevorzugt an die großen behaarten Schmetterlingsraupen, zum Beispiel des Eichenspinners (Lasiocampa quercus). Eine weit verbreitete und auffällige Art ist die Igelfliege Tachina fera (siehe Abbildung: Raupenfliege)

Einige Arten der Raupenfliegen haben sich in der biologischen Schädlingsbekämpfung bestens bewährt.

Kurator

Peter Sehnal

2. Zoologie (Insekten)

Martin Lödl

2. Zoologie (Insekten)

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