Thema:  Neuropterida, Orthopteroidea und angeschlossene Sammlungen >  Fangschrecken

Ootheken

Gelege von Schaben und Fangheuschrecken
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Oothek der Waldschabe Ectobius (Ectobiola) duskei; Foto: NHM Wien, H. Bruckner
Oothek der Waldschabe Ectobius (Ectobiola) duskei; Foto: NHM Wien, H. Bruckner
Oothek der Europäischen Gottesanbeterin (Mantis religiosa); Foto: NHM Wien, H. Bruckner
Oothek der Europäischen Gottesanbeterin (Mantis religiosa); Foto: NHM Wien, H. Bruckner

Schaben und Fangheuschrecken legen ihre Eier nicht einzeln, sondern zu mehreren in sogenannten Ootheken ab. Eine Oothek setzt sich aus mehreren vertikalen Schichten zusammen, die jeweils eine Lage Eier enthält. In den Ootheken sind die Eier vor Umwelteinflüssen geschützt: in feuchten Lebensräumen schützt eine glatte Oberfläche vor Durchnässung, in trockenen Regionen ist die Oberfläche porös. Die gekammerten Wände isolieren gegen Kälte und Wärme, die Oothek der Europäischen Gottesanbeterin hält sogar Temperaturen von bis zu -40 Grad Celsius aus.

Schaben legen, je nach Art, 15 bis 40 Eier in eine Oothek. Manche Arten tarnen die Oothek oder graben sie ein, andere lassen sie einfach fallen. Die Ootheken sind meist langgestreckt und besitzen auf einer Seite einen Kiel, der eine Naht bildet, an der die Jungtiere ins Freie gelangen. In der Regel sind sie sehr hart und schützen die Nachkommen auch vor Fressfeinden.

Die Ootheken der Fangschrecken sind im Gegensatz nicht frei, sondern werden an geeignetes Substrat angeklebt. Das Weibchen prüft das Substrat auf Festigkeit und beginnt mit dem Bau der Oothek. Mit spiralförmigen Bewegungen des Abdomens gibt es ein schaumiges Sekret ab, in das hinein die Eier nacheinander gelegt werden. Der Bau der Oothek kann bis zu einer Stunde dauern. Auch hier ist die Gelegegröße artspezifisch, es können bis zu 400 Eier in einer Oothek sein. Ist das Sekret erhärtet, ist die Oothek fertig. Entlang der Oberfläche liegt ein dünnwandiger, nahtähnlicher Streifen, aus dem die Jungtiere schlüpfen.

Datierung

1893 bzw. 2011

Fundort

Walouiki > Belgorod > Russland Eichkogel > Mödling > Niederösterreich > Österreich

± 1600 km vom NHM entfernt

± 20 km vom NHM entfernt

Kurator

Susanne Randolf

2. Zoologie (Insekten)

Abteilung / Sammlung

2. Zoologie (Insekten) > NOaS

Sammlungseingang: 1893, V. Velitchkovsky; 28.9.2011, H. Bruckner

Website Abteilung

NHM - 2. Zoologie (Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung NOaS

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Zusatzinformation

Da die Weibchen der Fangschrecken je nach Art fünf bis über zwanzig Ootheken absetzen, können über 1000 Eier gelegt werden.

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