Thema:  Forschungsprojekt "Schlackenphasen"

Calcium-Zink-Sulfat-Chlorid-Hydrat

Ca[Zn8(SO4)2](OH)12Cl2](H2O)9, trigonales Kristallsystem
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Bläuliche Täfelchen einer Calcium-Zink-Sulfat-Chlorid-Hydrat-Schlackenphase aus dem Harz. Bildbreite 3,5 mm; Foto: NHM Wien, H. Schillhammer
Bläuliche Täfelchen einer Calcium-Zink-Sulfat-Chlorid-Hydrat-Schlackenphase aus dem Harz. Bildbreite 3,5 mm; Foto: NHM Wien, H. Schillhammer

Viele Schlackenphasen, die durch Verwitterungsprozesse in Verhüttungsschlacken entstehen, also als anthropogen (von Menschen gemacht) eingestuft werden müssen, sind nicht in der Natur bekannt. Daher können sie auch keinen offiziellen Mineralnamen erhalten. Abgebildet ist eine Schlackenphase, die bereits mehrfach in alten Verhüttungsschlacken verschiedener Länder gefunden wurde. Sie bildet blassbläuliche (durch spurenhafte Gehalte an Kupfer-Ionen), sechsseitige, dünne Täfelchen, die zu rosettenförmigen Aggregaten verwachsen sind (Bildbreite 3,5 mm). Die große Schärfentiefe des Fotos wurde durch die "Focus Stacking“-Methode erzielt.

In Österreich wurde diese Phase bisher in einer Schlackenhalde des alten Kupferbergbau-Bezirks von Walchen, Öblarn (Steiermark) durch Einkristall-Röntgenbeugung identifiziert.

Datierung

zwischen 1270 n. Chr und heute

Fundort

Herzog Julius-Hütte (Schlackenvorkommen) > Astfeld > Goslar > Harz > Niedersachsen > Deutschland

± 590 km vom NHM entfernt

Größe

Bildbreite 3,5 mm

Kurator

Uwe Kolitsch

Mineralogie-Petrographie

Abteilung / Sammlung

Mineralogie-Petrographie > Mineralien

Sammlungseingang: 2015

Website Abteilung

NHM - Mineralogie-Petrographie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Mineralien

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