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Bernstein-Waldschabe

Ectobius vittiventris - Ab nach Norden!
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Bernstein-Waldschabe, männlich, aus Maria Enzersdorf; Foto: H. Bruckner, NHM Wien
Bernstein-Waldschabe, männlich, aus Maria Enzersdorf; Foto: H. Bruckner, NHM Wien

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Bernstein-Waldschabe (Ectobius vittiventris) ist das südöstliche Europa, von der Schweiz und Italien östlich bis zum Kaukasus. Seit den 1980er Jahren breitet sich diese Art nach Norden aus und ist inzwischen in Vorarlberg, der Schweiz und Mitteldeutschland etabliert. Auch aus Wien, der Wiener Umgebung und Bratislava wurden in den letzten Jahren mehrere Funde der Bernstein-Waldschabe gemeldet.

Heiße Sommer begünstigen eine Massenvermehrung und es kann vorkommen, dass sich die Tiere in Wohnungen und Häuser verirren. Da sie sich von verrottendem Pflanzenmaterial ernähren überleben sie dort nur wenige Tage, eine Bekämpfung durch professionelle Kammerjäger ist nicht erforderlich.

Fundort

Südosteuropa

± 430 km vom NHM entfernt

Kurator

Susanne Randolf

2. Zoologie (Insekten)

Abteilung / Sammlung

2. Zoologie (Insekten) > NOaS

Website Abteilung

NHM - 2. Zoologie (Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung NOaS

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Zusatzinformation

Von der schädlichen Deutschen Schabe (Blattella germanica) ist die Bernstein-Waldschabe leicht zu unterscheiden: Bernstein-Waldschaben sind flugfähig und kommen ans Licht, Deutsche Schaben haben zwar Flügel, können aber nicht fliegen und verstecken sich bei Licht sofort in Ritzen oder Spalten. Ein weiteres Merkmal sind zwei auffällige dunkle Längsstreifen auf dem Halsschild der Deutschen Schabe, der Halsschild der Bernstein-Waldschabe ist durchgehend braun.

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