Thema:  Der Kakaobaum

Geschichte des Kakaobaums

Theobroma cacao L.
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Früchte von Theobroma cacao L. Die Früchte wachsen direkt aus dem Stamm. Neben diesen roten Früchten sind auch unentwickelte, schwärzliche Früchte und vertrocknete Reste von Blüten erkennbar; Foto: Johannes Walter
Früchte von Theobroma cacao L. Die Früchte wachsen direkt aus dem Stamm. Neben diesen roten Früchten sind auch unentwickelte, schwärzliche Früchte und vertrocknete Reste von Blüten erkennbar; Foto: Johannes Walter
Herbarbeleg von Theobroma cacao L. in W [W1924-0005233]. Diese Kakaopflanze wurde von G. Cufodontis während der Österreichischen Biologischen Costa-Rica Expedition am 7. Mai 1930 gesammelt; Foto: NHM Wien
Herbarbeleg von Theobroma cacao L. in W [W1924-0005233]. Diese Kakaopflanze wurde von G. Cufodontis während der Österreichischen Biologischen Costa-Rica Expedition am 7. Mai 1930 gesammelt; Foto: NHM Wien

Der Kakaobaum ist ein sehr junges Evolutionsprodukt. Umso interessanter ist jedoch seine Domestikations- und Nutzungsgeschichte, die seit der präkolumbischen Zeit der Olmeken aufblühte, und nicht zuletzt in den Fürstenhöfen Europas als lustvolles Genussmittel neu erstrahlte.

Der Kakaobaum selbst entstand erst in den letzten 15.000 Jahren. Seine Genzentren liegen im oberen Amazonasbecken und südlich des Maracaibo-Sees, die z. T. auch als Wildvorkommen interpretiert werden. Das Sortenspektrum in Mexiko ist sekundär und geht auf die frühe präkolumbische Nutzung, zumindest bereits auf die Olmeken zurück. Der Kakaobaum wurde dann vor allem von den Mayas weiter domestiziert und auch von den Azteken als nahrhaftes und anregendes Getränk sehr geschätzt. Die Jesuiten lernten von den Indigenen die Kakaonutzung und stellten die ersten Schokoladentafeln her, die bald den Siegeszug in die europäischen Fürstenhöfe antraten.

Fundort

Südamerika

± 9400 km vom NHM entfernt

Verfasser

Johannes Walter

Abteilung / Sammlung

Botanik > Phanerogamen

Inventarnummer

W1924-0005233

Website Abteilung

NHM - Botanik

Website Sammlung

NHM - Sammlung Phanerogamen

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