Thema:  Aufsammlungen von Mineralien und Gesteinen

Kamarizait

Fe3+3(AsO4)2(OH)3·3H2O, triklin
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Kamarizait (O383)
Kamarizait (O383)
Kristallstruktur von Kamarizait
Kristallstruktur von Kamarizait

Kamarizait ist ein erst 2009 beschriebenes, chemisch sehr einfach zusammengesetztes Eisen-Arsenat-Hydrat aus einem Haldenfund im berühmten antiken Silber-Blei-Zink-Bergbaurevier Lavrion südlich von Athen in Griechenland. Bei der wissenschaftlichen Bearbeitung der Lagerstätte konnte untertage von uns eine Stelle gefunden werden, in der Kamarizait in bisher nicht bekannter Museumsqualität auftritt. Die schönste und größte geborgene Stufe zeigt typisch blass- bis weisslichgelbe, rundliche, feinkristalline Kamarizait-Einschlüsse in einer braunen Matrix aus Limonit und Jarosit. Die Kristallkörner in diesen Einschlüssen sind im Durchschnitt nur ein Tausendstel Millimeter (1 µm) groß. Proben dieses Materials wurden von uns verwendet, um in Zusammenarbeit mit Kollegen vom Institut für Mineralogie und Kristallographie der Universität Wien, die zuvor nicht bekannte Kristallstruktur des Minerals erstmals zu bestimmen

Datierung

Tertär (oder ev. Quartär)

Fundort

Hilarion Mine > Lavrion > Griechenland

± 1300 km vom NHM entfernt

Größe

14,5 x 10,5 x 4 cm

Abteilung / Sammlung

Mineralogie-Petrographie > Mineralien

Sammlungseingang: 2017

Inventarnummer

O383

Saal / Vitrine

III

Website Abteilung

NHM - Mineralogie-Petrographie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Mineralien

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Zitate

Literaturzitat: Kolitsch, U., Lengauer, C.L. and Giester, G. (2016): Crystal structures and isotypism of the iron(III) arsenate kamarizaite and the iron(III) phosphate tinticite. Eur. J. Mineral. 28, 71-81

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