Thema:  Arachnoidea - Spinnentiere

Feldskorpion oder Gelber Skorpion

Buthus occitanus (Amoreux, 1789)
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Buthus occitanus (Amoreux, 1789) – Alkoholpräparat, Habitus, Schwanz von oben, die breiten Segmente des Metasomas gut zu sehen; Foto: NHM Wien
Buthus occitanus (Amoreux, 1789) – Alkoholpräparat, Habitus, Schwanz von oben, die breiten Segmente des Metasomas gut zu sehen; Foto: NHM Wien
BButhus occitanus (Amoreux, 1789) – Alkoholpräparat, Habitus, Schwanz seitlich, daher Giftblase gut zu sehen; Foto: NHM Wien
BButhus occitanus (Amoreux, 1789) – Alkoholpräparat, Habitus, Schwanz seitlich, daher Giftblase gut zu sehen; Foto: NHM Wien
Buthus occitanus (Amoreux, 1789) – Alkoholpräparat, 2 Exemplare übereinander aufpräpariert. Schauglas, Glashöhe 23cm; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Buthus occitanus (Amoreux, 1789) – Alkoholpräparat, 2 Exemplare übereinander aufpräpariert. Schauglas, Glashöhe 23cm; Foto: A. Schumacher, NHM Wien

Der Feldskorpion oder Gelbe Skorpion hat eine Körperlänge von bis zu 8cm. Er lebt in xerothermen Trockengebieten und steinigen Grassteppen, in Europa nur im Südwesten, sonst in Nord- und Zentralafrika bis in den Nahen Osten hinein. Die Grundfärbung ist sandgelb mit dünkleren Schattierungen auf dem Rücken. Die Scheren sind auffallend schmal, das Metasoma dagegen ausgesprochen dick und kräftig, die Giftblase kugelig. Er verbirgt sich untertags in Gängen unter Steinen, in der Nacht jagt er kleinere Bodentiere wie Tausendfüsser und Asseln, gelegentlich auch andere Skorpione und Skolopender.

Wie bei anderen Skorpionarten auch, gibt es einen – oft mehrere Tage dauernden – Balztanz, bei dem das Männchen das Weibchen mit seinen Scheren packt, um ihre Geschlechtsöffnung über seine - auf einem Stein abgelegte - Spermatophore zu führen, damit diese aufgenommen werden kann.

Datierung

1899

Fundort

Tetuan > Marokko

± 2300 km vom NHM entfernt

Größe

bis zu 8 cm

Kurator

Christoph Hörweg

3. Zoologie (Wirbellose ohne Insekten)

Abteilung / Sammlung

3. Zoologie (Wirbellose ohne Insekten) > Arachnoidea

Sammlungseingang: don. Steindachner, 1899 (Acquisitions-Nummer 1899.XXVIII)

Inventarnummer

AR2667

Website Abteilung

NHM - 3. Zoologie (Wirbellose ohne Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Arachnoidea

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Zusatzinformation

Als Faustregel zur Gefährlichkeit von Skorpionen kann man sich merken, dass helle Tiere mit schmalen Scheren und dicken Schwänzen meist recht giftig sind, während dunkle Arten mit breiten Scheren und eher dünnen Schwänzen in aller Regel harmlos sind.

Der Stich des Gelben Skorpions ist ausgesprochen schmerzhaft, und seine Wirkung hält meist über Tage an. Als Gegenmaßnahme bei einem Stich empfiehlt sich die Hitzemethode!

Zitate

BELLMANN H. (2016): Der Kosmos Spinnenführer. Kosmos, Stuttgart. 429 S.

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