Thema:  Die Gesteinssammlung >  Die Sammlung der Bau- und Dekorgesteine

Kugelgestein

auch als "Orbiculite" bezeichnet
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Überblicksaufnahme der polierten Gesteinsplatte, so wie sie in Saal IV zu sehen ist; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Überblicksaufnahme der polierten Gesteinsplatte, so wie sie in Saal IV zu sehen ist; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Detailaufnahme einiger Orbicule; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Detailaufnahme einiger Orbicule; Foto: A. Schumacher, NHM Wien

Kugelgesteine sind außergewöhnliche Gesteinstypen, die nur in kleinen Aufschlüssen auftreten. Es handelt sich um kristalline magmatische Gesteine. Die rundlichen Gebilde, sogenannte "Kugeln" oder "Orbicule" sind in eine Grundmasse eingebettet, die als Matrix bezeichnet wird. In der Matrix finden sich hauptsächlich drei unterschiedliche Minerale: Plagioklas, Kalifeldspat (als Mikroklin) und Quarz. Die Kugeln bestehen überwiegend aus Plagioklas, wenig Alkalifeldspat und Biotit (Quarz ist wenig vorhanden). Diese Gesteine werden gern pauschal als "Kugelgranite" bezeichnet, auch wenn Kugelbildungen in allen magmatischen Gesteinstypen vorkommen. Die Orbicule sind sphärolithische Strukturen aus konzentrisch aufgebauten Lagen, die sich wahrscheinlich durch Abkühlung in einer Magmakammer rund um einen Kern bildeten.

Datierung

Paläoproterozoikum

Fundort

Virvik > Porvoo > Uusimaa > Finnland

± 1500 km vom NHM entfernt

Größe

110 x 90 x 3 cm

Kurator

Lidia Pittarello

Mineralogie-Petrographie

Verfasser

Ludovic Ferrière

Abteilung / Sammlung

Mineralogie-Petrographie > Bau- und Dekorgesteine

Sammlungseingang: 1898 als Geschenk von Herrn Consul C. M. Otto in Helsingfors. Bis jetzt konnte noch nicht geklärt werden, ob das Gestein katalogisiert wurde, da keine Inventarnummer zugeordnet werden konnte.

Saal / Vitrine

IV

Website Abteilung

NHM - Mineralogie-Petrographie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Bau- und Dekorgesteine

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Zusatzinformation

Dieses Gestein ist eine der geologischen Attraktionen Finnlands. Es wurde erstmals 1889 von Bischof Herman Röbergh beschrieben. Vergleichbares Gestein tritt aber auch weltweit auf. Es gibt unter anderem Vorkommen in Chile, Frankreich und Australien und wird hauptsächlich als Dekorgestein verwendet.

Zitate

Lahti, Seppo I. (ed.) 2005. Orbicular rocks in Finland. With contributions by Paula Raivio and Ilkka Laitakari. Geological Survey of Finland. 177 pages, 195 figures and 16 tables.

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