Thema:  Die Gesteinssammlung >  Die Sammlung der Bau- und Dekorgesteine

Noir de Belgique

Feinkörniger schwarzer Kalkstein
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Vorderseite (F841); Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Vorderseite (F841); Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Rückseite (F841); Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Rückseite (F841); Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Vorderseite (F842); Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Vorderseite (F842); Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Rückseite (F842); Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Rückseite (F842); Foto: A. Schumacher, NHM Wien

Der "Noir de Belgique" (oder "Noir Belge") ist ein sehr feinkörniger schwarzer Kalkstein aus dem Frasnium (untere Stufe des Oberdevons) und kommt in der Provinz Namur (Belgien) vor. Es gibt unterschiedliche Handelsnamen, die sich speziell auf den Steinbruch beziehen, in dem der Stein abgebaut wurde, z.B. "Noir de Mazy", "Noir de Dinant", "Noir de Golzinne", etc. In poliertem Zustand erscheint der Stein tiefschwarz und glänzend, in unbearbeiteten Zustand wirkt er grau. Die schwarze Farbe geht auf organischem Kohlenstoff zurück. Das Gestein wurde im Naturhistorischen Museum Wien, wie auch im Kunsthistorischen Museum zusammen mit dem Carrara-Marmor als Fußboden in den Gängen, in einem für das 19. Jahrhundert / Anfang des 20. Jahrhunderts typischen Schachbrettmuster verlegt.

Datierung

Oberes Devon

Fundort

Mazy > Namur > Belgien

± 880 km vom NHM entfernt

Größe

12,2 x 8 x 2 cm

Kurator

Lidia Pittarello

Mineralogie-Petrographie

Verfasser

Ludovic Ferrière

Abteilung / Sammlung

Mineralogie-Petrographie > Bau- und Dekorgesteine

Sammlungseingang: 1889 als Geschenk des Steinmetzmeisters Andrea Francini (Wien).

Inventarnummer

F841, F842

Saal / Vitrine

I / Vitrinen 137/1/4 und 137/6/2

Website Abteilung

NHM - Mineralogie-Petrographie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Bau- und Dekorgesteine

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Zusatzinformation

Abgebaut seit den Zeiten des Römischen Reichs, wurde das Gestein anfänglich nur lokal für Mosaike in Villen verwendet, später in der Renaissance war es weitreichend als Dekorgestein verbreitet. Typisch verwendet wurde es für Böden, Stiegen, bei Altären, Feuerstellen und Skulpuren. Weltweit kann man es in berühmten Bauwerken, wie dem Taj Mahal (Indien), im Vatikan, im Schloss Versailles (Frankreich) und in der Kathedrale von Winchester (UK) sehen.

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