Die Coleoptera-Sammlung

Die "Wiener Koleopterologie" blickt auf eine lange Tradition zurück
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Schwimmkäfersammeln; Foto: H. Shaverdo
Schwimmkäfersammeln; Foto: H. Shaverdo
Herkuleskäfer in Vitrine 86 im Saal 24; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Herkuleskäfer in Vitrine 86 im Saal 24; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Baranowskiella ehnstromi zwischen der Poren eines Baumschwammes.; Foto: A. Eckelt
Baranowskiella ehnstromi zwischen der Poren eines Baumschwammes.; Foto: A. Eckelt
Vortrag an der Srinakharinwirot Universität; Foto: W. Atthakor
Vortrag an der Srinakharinwirot Universität; Foto: W. Atthakor
Exocelina baliem Shaverdo et al., 2013; Foto: NHM Wien, H. Schillhammer
Exocelina baliem Shaverdo et al., 2013; Foto: NHM Wien, H. Schillhammer

Die "Wiener Koleopterologie" blickt auf eine lange Tradition zurück; sie war im 19. Jahrhundert sogar so populär, daß man im Jahre 1894 eine Straße nach dem Wiener Käferforscher Ludwig Redtenbacher benannte - die "Redtenbachergasse" im 16. und 17. Bezirk existiert heute noch!

16 Inhalte zum Sammlungsthema "Coleoptera"

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Website Abteilung

NHM - 2. Zoologie (Insekten)

Website Sammlung

NHM - Sammlung Coleoptera

Zusatzinformation

Ludwig Redtenbacher (1814-1876) kann als Begründer der Käfersammlung des Naturhistorischen Museums in Wien angesehen werden. Seine Sammlung war allerdings noch im alten Hofnaturalienkabinett in der Wiener Hofburg aufgestellt. 1889 wurde das neue k.k. Naturhistorische Hofmuseum (das heutige Naturhistorische Museum Wien) eröffnet und alle Sammlungen übersiedelt; ein Großteil der Sammlung Redtenbacher, einschließlich der Typusexemplare, ist auch heute noch im Originalzustand erhalten.

Redtenbachers Nachfolger war der wohl bedeutendste Österreichische Coleopterologe Ludwig Ganglbauer (1856-1912). Als Kustos der Käfersammlung widmete er sich intensiv dem Ausbau der Sammlung und verfaßte neben 100 "kleineren" Publikationen die leider unvollständig gebliebene mehrbändige Monographie "Die Käfer von Mitteleuropa". Seine Sammlung einschließlich der Typenexemplare ist auch heute noch das Grundgerüst eines beträchtlichen Teiles der Käfersammlung des Wiener Museums.

Nach Ganglbauer übernahm der Zoogeograph und Eiszeitforscher Karl Holdhaus die Leitung der Käfersammlung bis 1949, ihm folgte der "Staphylinidenpapst" Otto Scheerpeltz bis 1953. Friedrich Janczyk verwaltete die Sammlung bis zu seinem plötzlichen Tod 1985; seit dieser Zeit sind Heinrich Schönmann, Manfred Jäch und Harald Schillhammer für die wissenschaftliche Betreuung der Käfersammlung zuständig.

Die auf die Aera Redtenbacher-Ganglbauer zurückgehenden Sammlungsbestände wurden bis heute durch den Erwerb zahlreicher Sammlungen wesentlich erweitert; die Namen einiger Sammler seien hier stellvertretend angeführt: Sartorius, Ullrich, Miller, Türk, Eppelsheim, Waltl, Hampe, Paganetti-Hummler, Wingelmüller, Kaufmann, Pinker, Plason, Minarz, Konschegg, Strupi, Kusdas, Scheuch, Heberdey, Netolitzky-Meyer, Grundmann, Winkler, Scheerpeltz, Schedl, Kirschenhofer, Lebisch, M. Schmid, Lechner, Kühnelt, Probst, Majer, Schubert, u.a. Die Käfersammlung enthält derzeit mehr als 3 Millionen trocken präparierte Exemplare, daneben werden noch unzählige in Flüssigkeit fixierte Exemplare gelagert. In den vergangenen zehn Jahren war ein durchschnittlicher Zugang von mehr als 60.000 Exemplaren pro Jahr zu verzeichnen! Die systematische Aufstellung der Sammlung folgte bis in die 80er Jahre im wesentlichen dem "Coleopterorum Catalogus" von W.Junk & S.Schenkling. Erst in jüngster Zeit wird bei wissenschaftlich gut bearbeiteten Gruppen, wie vor allem bei den Wasserkäfern, eine moderne, taxonomisch aktuelle Aufstellung im "Unit-System" durchgeführt.

Siehe auch folgende Inhalte ..