Die Jüngere-Eisenzeit-Sammlung

Jüngere Eisenzeit und Latènekultur
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Die Jüngere-Eisenzeit-Sammlung: Foto: A. Pecher, NHM Wien
Die Jüngere-Eisenzeit-Sammlung: Foto: A. Pecher, NHM Wien
Die Inschrift "haspnas" zeigt den Namen des Besitzers an.; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Die Inschrift haspnas zeigt den Namen des Besitzers an.; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Eiserner Gürtelhaken aus Roseldorf; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Eiserner Gürtelhaken aus Roseldorf; Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Cernunnos, schädelechtes bearbeitetes Hirschgeweih (R5-1-11-2-5012): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Cernunnos, schädelechtes bearbeitetes Hirschgeweih (R5-1-11-2-5012): Foto: A. Schumacher, NHM Wien
Interpretierter Geomagnetikplan mit eingetragenen Grabungsausschnitten; Foto: V. Holzer, NHM (auf Datenbasis ZAMGArcheoProspections)
Interpretierter Geomagnetikplan mit eingetragenen Grabungsausschnitten; Foto: V. Holzer, NHM (auf Datenbasis ZAMGArcheoProspections)

Die Objekte der Sammlung Jüngere Eisenzeit des Naturhistorischen Museums stammen zu einem großen Teil aus den ehemaligen k. und k. Gebieten.

Zu den schönsten und ältesten Stücken zählt die Situla von Kuffern. Auf dem aus Bronzeblech getriebenen kleinen Kübel findet sich die einzige figürliche Darstellung, die auf einem Gefäß dieser Art nördlich der Alpen bislang gefunden wurde. Das umlaufende Band zeigt Bilder aus dem Leben eines keltischen Herrn. Neben einer Szene, die einen Mann im Kreise seiner Diener zeigt, sind ein Boxkampf und ein Pferderennen dargestellt. Die zweite Hälfte des Bilderfrieses nimmt die Darstellung eines Wagenrennens ein. Ebenfalls in die frühe Zeit des Latène gehören die Gräberfeldfunde aus Wien XXI (Leopoldau) und zahlreiche Fibeln aus dem Bronzekessel-Depotfund von Duchcov (Tschechische Republik). In diesem Kessel fanden sich neben Bronzearmringen und Bronzeringen auch hunderte Bronzefibeln. Diese Duxer Fibeln sind charakterisiert durch einen zurückgebogenen Fuß mit kugelförmiger oder ähnlich gestalteter Fußzier und beidseitigen 2-3 windigen Spiralen.

14 Inhalte zum Sammlungsthema "Jüngere Eisenzeit"

Römisches Öllämpchen

Die Öllampe steht hier stellvertretend für viele römischen Errungenschaften, ...

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Bodenstein einer steinernen ...

In steinernen Handdrehmühlen, die aus einem Bodenstein und einem ...

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Keltische Zentralsiedlung ...

Die Fundstelle ist aufgrund zahlreicher Altfunde, wie drei eiserne ...

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Schmuck mit Kaurischnecken

Das Gräberfeld von Prozor (Kroatien) gehört zur Japodischen Kulturgruppe. ...

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Das Helmdepot von Arce

Auf einem der Hügel der etruskischen Stadt Vetulonia wurde in ...

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Cernunnos, schädelechtes ...

Die Hirschgeweihstange eines Zehnenders ist keine Abwurfstange, ...

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Rituell zerstörte eiserne ...

Bei der Druidenkrone handelt es sich um einen rituell zerstörten ...

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Keltische Münzprägung

Um 300 v. Chr. prägten die Kelten die ersten eigenen Münzen als ...

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Holzurne mit bronzenen ...

Die insgesamt fünfundzwanzig in einer kleinen Grube gefundenen ...

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Eiserner durchbrochen ...

Derartige Gürtelhaken dienten zum Verschließen des Waffengurts. ...

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Henkelschalen mit hörnerartigen ...

In den Gräbern Nr. 2, Nr. 5 und Nr. 11 von insgesamt 13 geborgenen ...

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Schnabelschuhfibel aus ...

Bei der Schuhfibel von Leopoldau handelt es sich um eine zweigliedrige ...

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Situla von Kuffern

Die bekannte Situla von Grab 1 weist drei umlaufende Zonen auf, ...

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Keltisches Quellheiligtum ...

Um eine ehemalige Quelle fünf Meter unter der Erde fanden Arbeiter ...

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Kurator

Veronika Holzer

Prähistorie

Abteilung / Sammlung

Prähistorie > Jüngere Eisenzeit

Website Abteilung

NHM - Prähistorie

Website Sammlung

NHM - Sammlung Jüngere Eisenzeit

Zusatzinformation

Um 500 v. Chr. läuteten außenpolitische Umwälzungen und soziale wie religiöse Veränderungen in ganz Europa die Epoche der historischen Kelten ein. Unter den Begriffen Keltoi oder Galater bzw. Celtae oder Galli werden unterschiedliche ethnische Völkerschaften zusammengefasst, die sich stets ihre Eigenständigkeit bewahrten, aber durch ihre indoeuropäische Sprache und gemeinsame materielle und geistige Kultur miteinander verbunden waren. Die Kelten zählten im 4. Jahrhundert neben den Persern und Skythen zu den bedeutendsten barbarischen Völkern der damaligen Welt.

In fast allen Lebensbereichen setzte ein Neubeginn ein. Es entstand der ornamentale Latènestil, die schnellrotierende Töpferscheibe ermöglichte eine industrielle Keramikproduktion, Pflüge mit eiserner Schar eine effiziente Landwirtschaft und die eigene Münzprägung leichteren Handel.

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